Sachverständigenbüro Dipl.-Physiker Friedhelm Wickenhöfer

- Energieberatung • Energieausweise • KfW-Effizienzhausplanung
- Bewertung bebauter und unbebauter Grundstücke
- Sachverständiger für Wärme- und Kälteschutz


Wärmebrückenberechnung

Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen in der wärmeübertragenden Gebäudehülle bezeichnet, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, muss geprüft werden, ob an dieser Stelle die kritische Bedingung für Schimmelpilzwachstum unterschritten wird. Diese Prüfung erfolgt gemäß den Bestimmungen der DIN 4108 Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden; Teil 2: “Mindestanforderungen” an den Wärmeschutz. Wärmebrücken lassen sich somit über die Berechnung ihrer Kennwerte zuverlässig handhaben und optimieren.

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Zur Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden ist es daher wichtig, frühzeitig den Fachplaner für thermische Bauphysik einzuschalten. Er kann Schwachstellen in der Baukonstruktion erkennen und alternative Lösungen ausarbeiten.

Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten, Attikas, Betonstützen, Fensteranschlüsse an Leibungen oder konstruktiv notwendige Beton- und Stahlträger bzw. -stützen, die von warm nach kalt durchlaufen.

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Vorteile einer Wärmebrückenberechnung

Neubau:
Im Neubaubereich lassen sich durch die Berechnung der Wärmebrücken gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen Bauherrn und Architekten -  infolge von Feuchtigkeitsschäden am Gebäude - schon im Vorfeld vermeiden. Des Weiteren können aufwändige Sanierungsmaßnahmen von vornherein ausgeschlossen werden. Darüber hinaus können aus den Berechnungsergebnissen geeignete Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeverluste ergriffen werden. Neben geringeren Heizkosten für die Nutzer wird damit auch ein Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen und damit zum Umweltschutz geleistet.

Im Wärmeschutznachweis kann der Wärmebrückeneinfluss im Hinblick auf den Transmissionswärmeverlust ohne rechnerischen Nachweis vereinfacht mit einem pauschalen, spezifischen Wärmebrückenkorrekturwert erfolgen. Dieser Wärmebrückenkorrekturwert wird mit der gesamten wärmeübertragenden Umfassungsfläche multipliziert und zu den Wärmeverlusten über die einzelnen Bauteile der Gebäudehülle addiert. Zur Einhaltung der strengen Anforderungen an die Gebäudehülle kann in der Regel schon beim KfW-Effizienzhaus 70 nicht mehr auf die detaillierte Berechnung und Auflistung der Wärmebrücken verzichtet werden. Allein durch den rechnerischen Nachweis der verminderten Wärmebrückenverluste können den Bauherren oft beträchtliche Mehrinvestition erspart werden.

Altbau:
Im Altbaubereich lassen sich durch Wärmebrückenberechnungen die Risiken von Schimmelpilzbefall sehr gut abschätzen. Insbesondere bei Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern, ob der Schimmelbefall durch Baumängel oder nicht ausreichend beheizte und belüftete Räume entstanden ist, lässt sich bei bekannter Konstruktion durch eine Wärmebrückenberechnungen gut beurteilen.
 

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